Datenschutz bei Gesundheitsdaten wirkt wie ein trockenes Thema, bis man sich anschaut, was man da eigentlich einträgt. Ein Gewicht ist eine Zahl. Ein halbes Jahr Gewichte, Trainings und leere Tage ist etwas anderes: Daran lässt sich ablesen, wann es gut lief, wann du aufgehört hast und meistens auch ungefähr, warum. Mit solchen Angaben wollen wir nicht leichtfertig umgehen.
Eine Einkaufsliste ist keine Gewichtskurve
Wenn jemand weiß, dass du letzte Woche Nudeln gekauft hast, ist wenig passiert. Wenn jemand ein Jahr Wiegedaten sieht, weiß er etwas über deinen Körper, deine Gewohnheiten und deine Stimmung. Das lässt sich nicht mit einem neuen Passwort zurücknehmen.
Dazu kommt: Gesundheitsdaten sind für Dritte interessant — für Werbenetzwerke, Datenhändler, Analysefirmen. Das machen längst nicht alle, und wir nennen hier keine Namen. Aber sobald die Daten irgendwo liegen, liegt auch die Versuchung da. In vielen Apps laufen Daten unterwegs über Tracker von Drittanbietern, die Server stehen außerhalb Europas, und das Löschen des Kontos ist etwas anderes als das Löschen der Daten. Meist steckt keine böse Absicht dahinter. Es ist einfach das, was passiert, wenn diese Entscheidung niemand vorher bewusst trifft.
Wir haben sie vorher getroffen. Alles, was du in OurPace einträgst, liegt auf Servern in Europa und fällt unter europäisches Datenschutzrecht. Verkauft oder weitergegeben wird davon nichts.
Was wir speichern
Für einen Plan, der zu euch passt, brauchen wir eine überschaubare Menge an Angaben:
- dein Gewicht, deine Größe, deinen Ausgangspunkt und das Ziel, das du dir selbst setzt
- deine Trainings: Art, Dauer, Distanz und die kurze Notiz, die du optional dazuschreibst
- deine Angaben aus dem Fragebogen: wie viele Tage pro Woche, welche Ausrüstung du hast, wie du isst und was du nicht isst
Mehr nicht. Davon lebt die App: die Kurve, die Serien, euer gemeinsamer Wochenrhythmus und ein Plan, der den Plan deiner Partnerin oder deines Partners berücksichtigt.
Was wir bewusst nicht speichern
Keine medizinischen Angaben. Kein freies Textfeld, in das Leute ihre gesundheitliche Lage schreiben können — so ein Feld füllt sich früher oder später mit genau den Angaben, die wir nicht haben wollen.
Und keine Antworten aus dem Sicherheitscheck. Den machst du einmal, bevor dein Plan zusammengestellt wird. Heraus kommt genau eine Information: wie behutsam dein Plan aufgebaut wird. Die Fragen und deine Antworten sind weg, sobald du weiterklickst. Wenn dich etwas beschäftigt, ist deine Hausarztpraxis dafür die bessere Adresse als eine App — auch das ist ein Grund, diese Antworten nicht in einer Datenbank liegen zu lassen.
Weg ist weg
Wenn du dein Konto löschst, ist bei uns alles weg: Wiegedaten, Trainings, dein Plan, deine Angaben, alles, was du uns gemeldet hast. Nicht archiviert, nicht dreißig Tage in Wartestellung, nicht "anonymisiert für Forschungszwecke aufbewahrt". Weg.
Das ist kein Verkaufsargument, sondern eine bewusste Designentscheidung. Eine App, in die du jede Woche dein Gewicht tippst, bekommt Vertrauen nicht geschenkt. Also halten wir die Datenmenge klein, wissen vorher, wo sie liegt, und du bist mit einem Schritt wieder draußen.
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